Künstler

Jedes Jahr lädt der Künstlerische Leiter der Schubertiaden, Prof. Arkadi Zenzipér,  Künstler aus aller Welt nach Schnackenburg ein. Im Vordergrund steht das gemeinsame Musizieren, keine kommerziellen Zwecke. So spielen die Musiker ohne Honorar bei der spendenbasierten Veranstaltungsreihe – eine außergewöhnliche und singuläre Konzeption, die sich seit 23 Jahren bewährt und die Schubertiaden Schnackenburg als internationales Festival etabliert. Die Biografien der Künstler 2016 sind im Folgenden zu sehen.

  • Robert Berg - Viola
  • Alexander Buzlov - Violoncello
  • Andrei Dogadin - Viola
  • Leonid Gorokhov - Violoncello
  • Jörg Hempel - Bassbariton
  • Ilya Konovalov - Violine
  • Light of the Stone Duo - Violine & Orgel
  • Alissa Margulis - Violine
  • Julian Milkis - Klarinette
  • Erik Reike - Fagott
  • Nuri El-Ruheibany - Komponist/Pianist
  • Annette Unger - Violine
  • Werner Zeibig - Kontrabass
  • Tatjana Zenzipér - Klavier
  • Arkadi Zenzipér - Klavier

Robert Bergabsolvierte sein Studium am renommierten Rimsky-Korsakov Konservatorium bei Juri Kramarov in Sankt Petersburg. Schon während seines Studiums assistierte er Juri Kramarov. Nach seinem Abschluss 1983 begann Robert Bergs professionelle Karriere als Mitglied des Streicherquartetts des Sankt Petersburger Konservatoriums und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Orchestern u.a. den Sankt Petersburger Philharmonikern und dem Prager Symphonieorchester.

Nach seiner Emigration in die USA wurde Robert Berg Mitglied des San Diego Symphony Orchester und des San Diego Opera Orchester. Robert Berg ist zudem an mehreren Aufnahmen für Kino, Fernsehen und auch mit populären Sängern beteiligt. Er unterrichtet zurzeit an der Kalifornischen Staatsuniversität Northridge und am Santa Monica College.

andrej-dogadin Andrei Dogadin begann sein Musikstudium in der Klasse von Prof. Kramarov an der St. Petersburger Musikschule, hat es später unter Prof. Stopichev abgeschlossen. Ein Jahrzehnt lang, von 1986 bis 1995, war er Teil des bekannten St. Petersburger Quartetts, mit denen er viele Preise auf internationalen Wettbewerben erhielt. Seit 1995 ist er Solobratscher des St. Petersburg Philharmonic Orchestra (Dirigent: Yuri Temirkanov). Dogadin ist ebenfalls als Solist mit verschiedenen russischen und internationalen Orchestern weltweit unterwegs. Als begeisterter Kammermusiker hat Andrei Dogadin das Sonaten Repertoire für sein Instrument ausgiebig erforscht und war zusätzlich Mitglied der unterschiedlichsten Ensembles. Er hat in Svjatoslav Richters „December Evenings Festival“ in Moskau mitgewirkt und war Gast bei internationalen Festivals. Er vertrat St. Petersburg für seinen „Kulturtagen“ in Mailand und Buenos Aires. Seit 1986 ist er der Professor für Bratsche an der St. Petersburg Musikhochschule. Als Gastprofessor hat er Meisterkurse in Russland, den USA, Deutschland, Lettland, Peru und Südkorea gegeben. Er war auch Jury-Mitglied in der „Dombrowski International Competition“ in Riga, Lettland. Im Jahr 2003 wurde Andrei Dogadin die Auszeichnung zum Ehrenkünstler Russlands vom russischen Präsidenten verliehen.

gorokhovDer 1967 geborene Cellist Leonid Gorokhov studierte bei Anatoli Nikitin am Konservatorium St. Petersburg und gewann bereits 15jährig den internationalen Wettbewerb „Concertino Praha“. Es folgten große internationale Erfolge, wie etwa 1986 der 1. Preis beim „Geneva Concours International d’Exécution Musicale“, der „Grand Prix Patek Philippe“ oder der „Paul Strait Prize“.

1991 trat Gorokhov unter der Leitung von Yehudi Menuhin erfolgreich als Solist der St. Petersburger Philharmonie auf und konzertiert seitdem mit führenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem englischen Sinfonieorchester, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Sinfonia Varsovia, dem Enescu Philharmonieorchester oder dem Philharmonie Orchester in Großbritannien.

Leonid Gorokhov war Professor am “Royal College of Music” in London und hat 2008 den Ruf einer Professur an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover angenommen. Darüber hinaus gibt er zahlreiche Meisterkurse, u.a. kürzlich bei der internationalen Sommerakademie für junge Künstler in Marktoberdorf und bei der „Euro Music Festival & Academy“ in Halle.

hempel

Jörg Hempel war Mitglied des Dresdner Kreuzchores und studierte an der Musikhochschule „Carl-Maria von Weber“ in Dresden sowie in Rom ( Margret Baker-Genovesi) für das italienischsprachige Repertoire. Nach Abschluß des Studiums(Frau Prof.Margret Trappe-Wiel) mit Auszeichnung 1997 schloß sich ein Meisterklassenstudium bei Prof. Hartmut Zabel an. Er erhielt Preise und Stipendien bei verschiedenen Gesangswettbewerben, u.a. 1991 den 1. Preis beim internationalen „Antonin-Dvorák-Wettbewerb“ in Karlovy Vary, und war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Er nahm an mehreren Meisterkursen teil, u.a. bei Brigitte Fassbaender, Irwin Gage, Graham Johnson, Thomas Quasthoff und Peter Schreier.

Im Rahmen seiner regen Konzertätigkeit gab Jörg Hempel Liederabende u.a. in Dresden, Hamburg, Stuttgart, Schloß Elmau, Paris ,Mailand, Modena, beim Lanciano Musikfestival (Italien),London – Young Songmakers ,beim Kuhmo Kammermusikfestival (Finnland) sowie in Boston und Chicago (USA). Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn hierbei mit den Pianisten Alexander Schmalcz und Camillo Radicke.

Er tritt mit namhaften Chören und Orchestern, wie z.B. dem Dresdner Kreuzchor, dem Dresdner Kammerchor, dem Monteverdi Chor Hamburg, dem Kopenhagener Knabenchor, dem Thomanerchor Leipzig, der Dresdner Philharmonie, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Freiburger Barockorchester, der Rheinischen Kantorei / Das Kleine Konzert, arsys bourgogne, der Lautten Compagney Berlin, der Batzdorfer Hofkapelle, dem Kölner Kammerorchester, dem Copenhagen Philharmonic Orchestra, dem Orchestra del Teatro la Fenice, dem Orchestre de la Suisse Romande Genève, dem Singapore Symphony, dem Houston Symphony, dem San Francisco Symphony und dem Chicago Symphony Orchestra auf. Er arbeitet mit Dirigenten wie Pierre Cao, Nicolas McGegan, Ludwig Güttler, Wolf Dieter Hauschild, Marek Janowski, Wolfgang Katschner, Bernhard Klee, Hermann Max, Helmuth Müller-Brühl, Peter Neumann, Hans-Christoph Rademann, Helmuth Rilling, Peter Schreier, Reinhard Seehafer und Jörg Peter Weigle.

Musikfestivals, z.B. die Dresdner Musikfestspiele, die Tage der Zeitgenössischen Musik Dresden, die Händelfestspiele in Göttingen und Halle, das Bachfest Leipzig, der MDR-Musiksommer, das Rheingau Musik Festival, die Musikfestspiele Mecklenburg-Vorpommern, die Musiktage Hitzacker, die Telemanntage Magdeburg, die Herbstlichen Musiktage in Bad Urach, die Festlichen Tage Alter Musik Knechtsteden sowie die Musikfestspiele Bratislava, Recontres Musicales de Vezelay, Settimana di musica sacra di Monreale und das Liturgica Festival Jerusalem engagierten ihn.

Engagements führen Jörg Hempel in nahezu alle Länder Europas und nach Guatemala, Israel, Singapore und die USA . Neben seiner Konzerttätigkeit widmet er sich auch der Oper. Er gastierte an mehreren sächsischen Theatern, am Staatstheater Cottbus, am Theater der Landeshauptstadt Magdeburg, an der Komischen Oper Berlin und an der Sächsischen Staatsoper Dresden. Zu seinen wichtigsten Partien zählen Guglielmo (Cosi fan tutte), Conte Almaviva (Le nozze di Figaro), Demetrius (Ein Sommernachtstraum), Dr. Falke (Die Fledermaus). Jörg Hempel arbeitet regelmäßig für Rundfunk , Fernsehen und CD-Produktionen (u.a. Amroisie, MDG , Capriccio , Raumklang , Liedaufnahmen bei Edisonor) .

Ilya KonovalovIlya Konovalov wurde 1977 in Novosibirsk geboren. Mit 7 Jahren begann er bei Prof. Zakhar Bron sein Violinstudium, später nahm er Unterricht bei Alexey Gvozdey und bei Prof. Dora Schwarzberg an der Wiener Musikakademie. Er gewann den 1. Preis beim Internationalen Wienjawinski-Wettbewerb. Seitdem tritt Ilya Konovalov als Solist und Kammermusiker in Russland, Norwegen, Indonesien, Brasilien, Japan, Deutschland und den Niederlanden auf und spielte mit Orchestern wie den ¨Moscow Virtuosi¨, dem Züricher Kammerorchester, der Israel Philharmonic, der Staatskapelle Sankt Petersburg, der Moskauer Staatssinfonie und dem Amerikanisch-Russischen Sinfonieorchester.

Seit 1997 ist Ilya Konovalov Konzertmeister der Israel Philharmonic. Außerdem unterrichtet er seit 2006 Violine und Kammermusik an der Buchmann – Mehta Musikschule der Universität Tel Aviv.

duo-light-of-the-stone_2016 Das schweizerisch-russische Duo, bestehend aus der Organistin Svetlana Berezhnaja und des Geigers Piotr Nikiforoff, ist in der Form der Abstimmung der beiden Instrumente außergewöhnlich. Erfolgreiche Konzertreisen führten das Duo in die Schweiz, Russland, Korea, Japan, die Niederlande und viele andere Länder. Zwei bemerkenswerte Solisten sind zusammengekommen, um den gemeinsamen Klang der Orgel und der Violine in die Welt hinauszutragen und haben somit ein kreatives,innovatives und experimentelles Arbeiten geschaffen, welches sich beflügelt und ergänzt. Neben Bearbeitungen impressionistischer Werke und bekannten klassischen Werken führt ihr Repertoire vom venezianischen Rokkoko zum argentinischen Tango und weit darüber hinaus. Besonders die Interpretationen und Bearbeitungen russischer Werke von Tschaikovsky, Mussorgsky, Lyadov und vielen weiteren haben dem Duo ein besonderes Renommee verliehen.

alissa-margulis The Guardian beschreibt Alissa Margulis Spiel als „exceptional“, Ivry Gitlis spricht davon als „Erleuchtung” und Martha Argerich nennt sie eine „strong musical personality“. Geschätzt für ihre expressiven und hochemotionalen Konzerte, tritt die Kölner Geigerin regelmäßig in wichtigen Konzertsälen wie dem Palais des Beaux-Arts in Brüssel, der Kölner Philharmonie, dem Wiener Musikverein (Brahms Saal), dem Herkulessaal in München, der Izumi Hall in Osaka, der Tonhalle Düsseldorf, der St. Petersburger Philharmonie, dem Festspielhaus in Baden-Baden, dem Tel-Aviv Art Center, der Beethovenhalle Bonn, dem Walton Arts Center Chicago oder der Schönberg Hall in Los Angeles auf.

In Deutschland als Tochter bekannter russischer Musiker geboren, studierte Alissa Margulis in Köln mit Zakhar Bron, in Brüssel mit Augustin Dumay sowie in Wien mit Pavel Vernikov. Sie gewann zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben und wurde mit dem „Pro Europa“ Preis der European Arts Foundation ausgezeichnet.

Seit ihrer Kindheit tritt Alissa Margulis regelmäßig als Solistin auf, etwa mit dem English Chamber Orchestra, dem Japan Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National d’Ile de Frane, dem Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, dem Orchestra della Svizzera italiana, dem Bilkent Orchestra, dem Beethoven Orchester Bonn, dem Belgian National Orchestra, dem SWR und dem WDR Rundfunkorchestern, den Philharmonischen Orchestern von Kiev, Skopje, Ljubljana und Novosibirsk, dem Wiener Kammerorchester oder der Kremerata Baltica, um nur einige zu nennen.

Alissa Margulis arbeitete bereits mit Dirigenten wie Ivor Bolton, Jacques Mercier, Arnold Katz, Jacek Kaspszyk, Dmitry Liss, Jaap van Zweden, Enrique Mazzola, Daniel Raiskin, Fabrice Bollon, Stefan Vladar, François-Xavier Roth, Lars Vogt, Howard Griffiths, Stanislav Kochanovsky, Hubert Soudant, Yuri Bashmet, Gidon Kremer, Christian Arming, Augustin Dumay, Mikko Franck und Gerd Albrecht.

Neben ihrer solistischen Tätigkeit ist Alissa Margulis eine begeisterte Kammermusikerin und spielt regelmäßig mit Künstlern wie Martha Argerich, Yuri Bashmet, David Geringas, Ivry Gitlis, Gidon Kremer, Bruno Giuranna, Mischa Maisky, Gabriela Montero, Jean-Guihen Queyras, Alexandre Tharaud, Alexander Lonquich, Polina Leschenko und Lars Vogt. Sie spielte beim Enescu Festival Bucharest, Jerusalem Chamber Music Festival, Istanbul Festival, bei den Festivals in Tours, Davos und Gstaad (Menuhin Festival), beim Stavanger Festival, bei „Martha Argerich Presents: Odyssey in Ljubljana“, beim Progetto Martha Argerich Festival in Lugano, beim Radio France Festival in Menton/ Côte d’Azur, beim Schleswig-Holstein Festival, bei Maggio Musicale Fiorentino, bei den Herbstfestspielen Baden-Baden, bei der Mozartwoche Salzburg, beim Sotshi Winter Arts Festival und beim Verbier Festival, um einige zu nennen.

Ihre Diskographie beinhaltet mehr als ein Dutzend CDs bei Labels wie EMI Classics, Oehms, Novalis, Avanti Classic und CAvi. Zwei von sechs EMI Classics Veröffentlichungen von „Martha Argerich and Friends“ wurde für den GRAMMY nominiert, zahlreiche andere Aufnahmen gewannen den Diapason d‘or.

Sie nahm Repertoire von Mozart, Schostakowtisch, Enescu, Beethoven, Messiaen auf, genauso wie Franz Liszts gesamtes Werk für Violine und Klavier. Zudem nahm sie Piazzolla‘s Jahreszeiten auf und war Teil einer Klezmer CD gemeinsam mit Roby Lakatos, Myriam Fuks, Polina Leschenko und Mischa Maisky. Alissa Margulis wird außerdem bei einer Live-Aufnahme des „Progetto Martha Argerich“ von Warner Classics in 2016 mitwirken.

In 2015/16 spielt sie in Deutschland, Österreich, Belgien, Griechenland, Russland, Luxemburg, Libanon, Südafrika, Aruba, Malta, Holland, der Schweiz, den USA, Italien und Frankreich in Häusern bzw. Festivals wie u.a. der Philharmonie de Paris, der Tchaikovsky Hall Moscow und dem the Verbier Festival.

www.alissamargulis.com

julian-milkis-hi-res-photo Der russische Klarinettist Julian Milkis gilt als einer der herausragendsten Klarinettisten unserer Zeit. Als einziger Student der Klarinettenikone Benny Goodman hat der an der Juilliard School und der Manhattan School of Music ausgebildete Musiker, internationale Anerkennung als Solist, Kammermusiker und Jazzklarinettist erhalten. Neben seiner musikalischen Ausbildung, unter anderem auch beim renommierten Klarinettisten Leon Russianoff, erhielt Julian Milkis einen Masterabschluss in Russischer Literatur an der Norwich University in Vermont.

Als „bester Klarinettist der Welt“ von der russischen Nezavisimaya Gazeta bezeichnet, lobt das Hamburger Abendblatt seinen „schönen durchdringenden Ton und Virtuosität“.Julian Milkis ist als etablierter Solist unter anderem mit dem Toronto Symphony, State Symphony Orchestra of Russia, St.Petersburg Philharmonic, Novosibirsk Philharmonic, Moscow State Symphony Orchestra, Vivaldi Chamber Orchestra, Hamburg Mozarteum, Edmonton Symphony, L’Orchestre Nationale de Lyon, L’Orchestre Symphonique Francaise, CBC Vancouver Orchestra, Divertissment Chamber Orchestra, Hermitage Chamber Orchestra and Musica Viva unter der Leitung bemerkenswerter Dirigenten in nahezu allen großen Konzerthäusern in Europa, Asien und den USA zu hören. Neben seiner solistischen Tätigkeit ist der Klarinettist leidenschaftlicher Kammermusiker, der mit etablierten Musikern wie Valery Afanasiev, Yuri Bashmet, Gerard Causse, Alexander Kniazev, Misha Maisky, Alexander Rudin, dem Borodin Streichquartett, dem St. Lawrence Streichquartett, dem St. Petersburg Streichquartett, Cuarteto Latinoamericano, St. Peter’s Trio auftritt.

Seine Auftritte bei weltberühmten Musikfestivals, wie beispielsweise beim Printemps Musical à Paris, werden in Rundfunk und Fernsehen in den USA, Kanada, Europa und Asien übertragen. Zudem wird er seit 1991 jährlich zum Sviatoslav Richter’s Kammermusikfestival “Dezembernächte” in Moskau eingeladen.

Im Jazz ist der Klarinettist einer der führenden Instrumentalisten. Seine Kollaboration mit dem Jazzpianisten Dick Hyman (Benny Goodman’s alter Bandkollege, der für Julian Milkis mehrere Nummern von King of Swing’s classics transkribierte und ein Ragtime Konzert schrieb) erschafft eine einzigartige Heraufbeschwörung des goldenen Jazzzeitalters. Durch Julian Milkis Engagement für die Erweiterung des Repertoires der Klarinette und der Interpretation zeitgenössischer Musik, wurden mehrere Kompositionen für den Klarinettisten geschrieben, unter anderem Konzerte von O. Moravetz, O. Petrova, B. Tichtchenko, M. Weinberg und D. Hyman. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn außerdem mit weltberühmten Komponisten wie Giya Kancheli und Oliver Messiaen.

Aufnahmen von Julian Milkis erschienen bei Warner Classics’ Lontano, dem französischen Label Suoni e Colori, Sony’s russische CEAUX, das russische Label Melodiya und Russian Season. Julian Milkis spielt exklusiv auf Yamaha Clarinets und Rico reeds. Seine rege Konzerttätigkeit in der nächsten Saison beinhaltet Konzertourneen mit Virtuosen der La Scala in Europa, den Mittleren Osten, russische Solisten und dem Istanbul State Symphony Orchestra durch Nord- und Südamerika sowie eine Welttournee mit dem Borodin Streichquartett. In der Saison 2016/2017 führen Julian Milkis Konzerte nach Spanien, Italien, Deutschland, Malta, Türkei, Armenien und Russland.

reike_erik Erik Reike, geboren in Radebeul bei Dresden, erhielt sechsjährig ersten Klavierunterricht und bekam im Alter von zwölf Jahren an der Dresdner Spezialschule für Musik durch Helmut Radatz Unterricht im Fach Fagott. Schon als Schüler trat er im In- und Ausland solistisch auf. Er studierte anschließend an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Fagott bei Bernhard Rose und Komposition bei Wolfgang Strauß und Wilfried Krätzschmar. Neunzehnjährig wurde er als Erster Fagottist an das Gewandhausorchester Leipzig verpflichtet und kam im Jahre 1988 als Solo-Fagottist an die Sächsische Staatskapelle Dresden, die ihm 1999 den Titel eines Kammervirtuosen verliehen hat. Rege solistische Tätigkeit führt Erik Reike zu zahlreichen Orchestern, doch besonders gern zu seinem eigenen Orchester sowie zu den Dresdner Kapellsolisten, zu deren Gründungsmitgliedern er gehört. Von seinem Können zeugen Funk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen, deren jüngste (Fagottkonzerte von Reichenauer, Graun, Horneck) seine Kompetenz auch im Bereich der Alten Musik unter Beweis stellt.
Nuri El-Ruheibany studierte Klavier und Komposition an der Hochschule für Musik in Leipzig und machte sein Diplom im Fach Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik Dresden. Als Dirigent leitete er u.a. die Hallesche Philharmonie, das Große Rundfunk-Sinfonieorchester und den Chor Berlin, das Staatstheater Freiberg, das Opernhaus Leipzig, das Staatliche Sinfonieorchester Reichenbach, die Staatskapelle St. Petersburg, die Kaliningrader Philharmonie und das Nationale Syrische Sinfonieorchester. Seine Kompositionen bilden nicht selten eine Brücke zwischen der arabischen und der europäischen Musik. So weht in seine Kompositionen ein Hauch orientalischer Stimmung mit vielen Träumen, Liebe und Sehnsucht. In seinen Arbeiten verzichtet er auf die atonalen Strömungen, versucht mit klarer Linie seine Musik wiederzugeben. So schuf er zahlreiche Werke für Klavier, Percussion, Kammermusik, Chor und Orchester. 1980 gründete er an der Musikschule Lüchow-Dannenberg das Percussion-Ensemble „Tamburo Temperamento“. Als Anerkennung für seine Verdienste als Komponist, Dirigent und Musikpädagoge erhielt er im Jahr 2001 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Annette UngerAnnette Unger wurde 1992 als eine der jüngsten Professorinnen für Violine an die Dresdner Musikhochschule berufen, wo sie bereits bei KV Prof. Karl Unger studierte. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie von Eduard Melkus (Violine) und Semjon Skigin (Kammermusik).

Als Solistin konzertiert sie regelmäßig in Deutschland, Russland, Österreich, Frankreich, Norwegen, Tschechien, Polen, Italien, Spanien, Korea, der Schweiz und in Japan, u. a. mit der Staatskapelle St. Petersburg und den Dresdner Kapellsolisten.Konzertverpflichtungen führten sie an das Bolschoi-Theater Moskau, die Kapella St. Petersburg, in die Ishikawa Ongakudo Concert Hall Kanazawa, zur „Gesellschaft für Musiktheater“ in Wien, in das Auditorio Nacional de Musica Madrid, das Rudolfinum Prag, die Philharmonie St. Petersburg, das Seoul Arts Center, die Suntory Hall Tokyo sowie zu verschiedenen internationalen Musikfestivals. Ihre CD-Einspielungen mit Sonaten und Kammermusikwerken vom Barock bis zur Musik des 20. Jahrhunderts bei GENUIN erhielten hohe Presseresonanz.Zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses gründete sie 1999 die „Internationale Musikakademie Meißen e. V.“ mit dem „Szymon-Goldberg-Award für Junge Geiger“. Des Weiteren leitet sie Meisterkurse in Deutschland, Tschechien, der Schweiz, Norwegen, Italien und den USA und ist Jurymitglied internationaler Wettbewerbe. Annette Unger spielt eine Violine von Cornelius Schneider-Marfels, Erlangen 2008.

www.annette-unger.de

Werner Zeibig, geboren 1939, studierte von 1957 – 1962 Kontrabass an der Hochschule für Musik in Dresden. Das erste Engagement erfolgte an der Deutschen Staatsoper Berlin. Von 1962 – 2004 war er Mitglied der Staatskapelle Dresden, seit 1972 Kammervirtuose und ab 1985 Solokontrabassist. 1963 war er Preisträger des „Carl Maria von Maria“ Wettbewerbs. Er vervollkommnete seine Studien bei Prof. F. Hertl, Prag und Prof. Ludwig Streicher, Wien. Zahlreiche Komponisten u.a. Wilfried Jentzsch, Volker Hahn und Paul Kurzbach schrieben für ihn Solo- und Kammermusikwerke, die er auch uraufführte. Als Continuo-Spieler erwarb sich Zeibig einen hervorragenden Ruf und spielte unter namhaf-ten Dirigenten wie Peter Schreier, Ludwig Güttler u.a. bedeutende Werke auf CD ein. 1985 erhielt er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Dresden und wirkt seitdem als erfolgreicher Lehrer, seine Berufung zum Professor folgte. Darüber hinaus ist er bei nationalen und internationalen Wettbewerben als Juror tätig und gibt im In- und Ausland Meisterkurse. Beim „Internationalen Kammermusikfestival Schloss Moritzburg“ ist er seit 15 Jahren ständiger Gast. Außerdem ist er als Solokontrabassist häufiger Gast an der Bayri-schen Staatsoper München, der Hamburger Staatsoper und dem Gewandhausorchester Leipzig.

Biografie - Bild Tatjana ZenzipérTatjana Zenzipér wurde in St. Petersburg geboren und studierte am dortigen Mussorgsky- Konservatorium bei Tatjana Osipowa und am berühmten Rimski-Korsakov-Konservatorium bei Prof. Umanskaja Klavier und bei Prof. Schafran und Prof. Serova Kammermusik und Liedbegleitung. Gleich nach dem Studium, das sie mit Auszeichnungen absolvierte, begann ihre Konzerttätigkeit als Solistin und Kammermusikerin. Parallel dazu begann auch ihre Lehrtätigkeit am Mussorgsky-Konservatorium. Seit 1990 lebt Tatjana Zenzipér in Deutschland. Sie ist Gast bei verschiedenen Musikfestivals und spielte u.a. im Gewandhaus Leipzig, der Semperoper Dresden und dem Schauspielhaus Berlin. Sie hat sich mehr und mehr der Kammermusik und Liedbegleitung gewidmet und spielt mit namhaften internationalen Solisten in Deutschland und im Ausland. 1991 gewann sie zusammen mit dem Cellisten Michael Sanderling den ARD-Wettbewerb in München. Zurzeit arbeitet sie als Dozentin am Heinrich-Schütz-Konservatorium in Dresden. Immer wieder tritt sie zudem sehr erfolgreich mit ihrem Mann, dem Pianisten Prof. Arkadi Zenzipér, mit Werken für 2 Klaviere und 4 Hände weltweit auf.

arkadi_zenziperArkadi Zenzipér, in St. Petersburg geboren, absolvierte sein Klavierstudium und seine darauf folgende Aspirantur mit den höchsten Auszeichnungen. Als Schüler von Grigori Sokolow trat der in Dresden lebende Solist unter anderem mit der Staatskapelle Dresden, dem Berliner Sinfonie-Orchester, der Staatskapelle St. Petersburg, der Slowakischen Philharmonie, der Krakauer Philharmonie und mit renommierten Kammermusikpartnern und Orchestern weltweit auf.

Arkadi Zenzipér ist als Professor an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden tätig und ist künstlerischer Leiter des von ihm gegründeten Musikfestivals „Schubertiaden Schnackenburg“.

Außerdem ist er Jurymitglied verschiedener Wettbewerbe und zudem Jury-Vorsitzender des internationalen Anton G. Rubinstein Klavier-Wettbewerbes. Mehrere seiner Schüler sind Preisträger internationaler Wettbewerbe und regelmäßige Konzertreisen und Meisterkurse führen ihn u.a. nach Russland, in die USA, Korea, Argentinien, Italien und Polen.