Jedes Jahr lädt der Künstlerische Leiter der Schubertiaden, Prof. Arkadi Zenzipér, Künstler aus aller Welt nach Schnackenburg ein. Im Vordergrund steht das gemeinsame Musizieren, keine kommerziellen Zwecke. So spielen die Musikerinnen und Musiker ohne Honorar bei der spendenbasierten Veranstaltungsreihe – eine außergewöhnliche und singuläre Konzeption, die sich seit 33 Jahren bewährt und die Schubertiaden Schnackenburg als Geheimtipp etablierte. Die Biografien der Künstler 2026 sind im Folgenden zu sehen.

Vladimír Bukač (*1964) gehört heute zu den gefragtesten tschechischen Bratschisten. Er studierte an der Akademie der musischen Künste in Prag und an der Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau. Bereits während seines Studiums machte er sich durch die Teilnahme an verschiedenen internationalen Wettbewerben einen Namen.In den Jahren 1990 – 1993 war er Solo-Bratschist im Orchestra Ensemble Kanazawa, mit dem er mehrere CDs für die Deutsche Grammophon aufnahm. Außer seiner Tätigkeit im berühmten Streichquartett TALICH QUARTETT gibt Vladimir Bukač Solokonzerte mit Klavier, tritt sowohl als Solist mit Orchester oder mit anderen Kammerensembles auf. Regelmäßig wird er als Kammermusiker zu europäischen und internationalen Festivals eingeladen, wie z.B. nach Helsinki, Sardegna, Prades aber auch nach Japan, Israel und in die USA. Ein besonders großer Erfolg war sein Konzertauftritt für das BBC International Recital, der live in 60 Länder übertragen wurde. Seit Oktober 2002 ist Vladimir Bukac als Professor für Bratsche an der Hochschule für Musik„Carl Maria von Weber“ in Dresden tätig außerdem leitet er regelmäßig internationale Meisterkurse (z.B. Royal Northern College of Music, Pablo Casals Festival…). Er ist auch als Jury-Mitglied bei internationalen Wettbewerben (Lionel Tertis, ARD…) hoch geschätzt. Vladimir Bukac spielt eine italienische Bratsche, von Santini Lavazza (1720) und G. P. Gudagnini (1775) zwei, der herausragendsten Geigenbauern ihrer Zeit.
Fedor Grigoriev, geboren am 28. Dezember 1994 in Moskau, erhielt im Alter von sieben Jahren seinen ersten Cellounterricht. Seine musikalische Ausbildung begann er am Moskauer Staatskonservatorium P. I. Tschaikowsky, bevor er 2015 an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover in die Klasse von Prof. Leonid Gorokhov wechselte. Dort schloss er sowohl sein Bachelor- als auch sein Masterstudium ab und setzte seine Ausbildung in der Soloklasse fort.
Wichtige künstlerische Impulse erhielt er als Akademist des NDR Elbphilharmonie Orchesters, mit dem er in bedeutenden Konzertsälen Deutschlands und Europas auftrat.
Heute ist Fedor Grigoriev stellvertretender Solo-Cellist beim Göttinger Symphonieorchester sowie Dozent für Violoncello an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.
Neben seiner Orchestertätigkeit widmet er sich intensiv der Kammermusik und tritt regelmäßig in unterschiedlichen Formationen auf.
Sein Spiel zeichnet sich durch klangliche Vielfalt, Ausdruckstiefe und eine feinsinnige Gestaltung musikalischer Strukturen aus.

Der 1967 geborene Cellist Leonid Gorokhov studierte bei Anatoli Nikitin am Konservatorium St. Petersburg und gewann bereits 15jährig den internationalen Wettbewerb „Concertino Praha“. Es folgten große internationale Erfolge, wie etwa 1986 der 1. Preis beim „Geneva Concours International d’Exécution Musicale“, der „Grand Prix Patek Philippe“ oder der „Paul Strait Prize“.
1991 trat Gorokhov unter der Leitung von Yehudi Menuhin erfolgreich als Solist der St. Petersburger Philharmonie auf und konzertiert seitdem mit führenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem englischen Sinfonieorchester, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Sinfonia Varsovia, dem Enescu Philharmonieorchester oder dem Philharmonie Orchester in Großbritannien.
Leonid Gorokhov war Professor am “Royal College of Music” in London und hat 2008 den Ruf einer Professur an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover angenommen. Darüber hinaus gibt er zahlreiche Meisterkurse, u.a. kürzlich bei der internationalen Sommerakademie für junge Künstler in Marktoberdorf und bei der „Euro Music Festival & Academy“ in Halle.

Ilya Konovalov wurde 1977 in Novosibirsk geboren. Mit 7 Jahren begann er bei Prof. Zakhar Bron sein Violinstudium, später nahm er Unterricht bei Alexey Gvozdey und bei Prof. Dora Schwarzberg an der Wiener Musikakademie. Er gewann den 1. Preis beim Internationalen Wienjawinski-Wettbewerb. Seitdem tritt Ilya Konovalov als Solist und Kammermusiker in Russland, Norwegen, Indonesien, Brasilien, Japan, Deutschland und den Niederlanden auf und spielte mit Orchestern wie den ¨Moscow Virtuosi¨, dem Züricher Kammerorchester, der Israel Philharmonic, der Staatskapelle Sankt Petersburg, der Moskauer Staatssinfonie und dem Amerikanisch-Russischen Sinfonieorchester.Seit 1997 ist Ilya Konovalov Konzertmeister der Israel Philharmonic. Außerdem unterrichtet er seit 2006 Violine und Kammermusik an der Buchmann – Mehta Musikschule der Universität Tel Aviv.
Die aus einer Musikerfamilie stammende Pianistin Maria Lebed wurde 1980 in Moskau geboren. Sie besuchte das Musikgymnasium “Gnessin” in ihrer Heimatstadt, bis sie im Jahr 1999 ihr Klavierstudium bei Prof. Arie Vardi an der Hochschule für Musik und Theater Hannover aufnahm. Noch während des Studiums erhielt sie einen Lehrauftrag für Korrepetition an der Musikhochschule von Hannover.
Nachdem sie ihr Klavierstudium mit Auszeichnungen abschloss, vertiefte sie ihre Fertigkeiten im Fach “Liedgestaltung” bei Prof. Jan Philip Schulze (Hannover) und Prof. Irwin Gage (Saarbrücken).
Maria Lebed wurde bei zahlreichen internationalen Wettbewerben mit Preisen ausgezeichnet, wie u. a. beim VI. Internationalen Kammermusikwettbewerb “Trio di Trieste” und dem Internationalen Max-Reger-Kammermusikwettbewerb. Den 1. Preis gewann sie beim Karl-Bergemann-Blattspiel-Wettbewerb für Pianisten in Hannover.
Maria Lebed ist offizielle Klavierbegleiterin bei vielen internationalen Wettbewerben. Seit 2012 ist sie als Lehrkraft für besondere Aufgaben (Blechbläserkorrepetition) an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover tätig.
Youbin Kim wurde in Südkorea geboren und absolvierte ihr Bachelorstudium an der Yonsei University bei Prof. Hyuna Kim. Derzeit absolviert sie ihr Masterstudium an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden unter der Leitung von Prof. Annette Unger.
In Südkorea gewann sie den ersten Preis beim Shin Ye-Wettbewerb und beim J&R-Wettbewerb sowie beim Yejin-Wettbewerb. Darüber hinaus erhielt sie den zweiten Preis beim Yewon-Wettbewerb und wurde beim Musik Education Newspaper Wettbewerb sowie beim Dong-A Junior Wettbewerb ausgezeichnet. Durch ihre Erfolge bei verschiedenen Wettbewerben konnte sie bereits früh ihre musikalische Kompetenz und ihr künstlerisches Potenzial unter Beweis stellen.
Als Solistin wurde sie durch ein Vorspiel für ein Konzert mit dem Cheongju Philharmonic Orchestra ausgewählt und trat mit dem Orchester auf. Zudem wurde sie drei Jahre in Folge als Repräsentantin der Region ausgewählt und trat bei verschiedenen Konzerten auf. An der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden war sie als Konzertmeisterin des Hochschulorchesters tätig und konnte dabei ihre musikalische Führungsstärke und ihr künstlerisches Können unter Beweis stellen.
Zuletzt wurde sie beim Zell am See Musikfestival in Österreich sowohl als Konzertmeisterin als auch als Solistin ausgewählt und trat in beiden Funktionen auf. Damit erweitert sie kontinuierlich ihr künstlerisches Profil und ihre Tätigkeit als Musikerin.

Alla Ivanzhina-Rovner wurde in Gorki, Russland, geboren. Sie wurde am dortigen Balakirev Musikcollege von Galina Fadeeva unterrichtet und debütierte im Alter von 13 Jahren als Solistin mit dem Philharmonischen Orchester Nischni Nowgorod. Alla ist Gewinnerin des 1. Preises beim internationalen Wettbewerb für junge Pianisten in Turin sowie Preisträgerin des allrussischen „Serebrjakow Wettbewerbs“ und des internationalen Klavierwettbewerbs „A.M.A. Calabria“ in Italien. Im Februar 2010 absolvierte sie ihren Konzertexamen mit höchster Auszeichnung an der Musikhochschule Detmold wo sie zunächst bei Prof. Jean Efflam Bavouzet und anschließend bei Prof. Anatol Ugorski studierte. Ausserdem nahm sie an Meisterkursen u.a. von Andras Schiff, Dmitry Bashkirov, Andreas Steier und Bruno Canino teil.
Alla Ivanzhina-Rovner tritt regelmässig als Solistin und Kammermusikerin an internationalen Musikfestivals in Deutschland, Oesterreich, Frankreich, Tschechien, Italien, Russland und der Schweiz auf und arbeitet dabei u.a. mit Künstlern wie Ivan Monighetti, Miklos Perenyi, Emil Rovner, Natalia Prishepenko und Stanislav Ioudenitch zusammen. Ausserdem ist sie eine gefragte Klavierpartnerin bei internationalen Cello und Violin Wettbewerben und Meisterkursen in ganz Europa.
Alla Ivanzhina-Rovner unterrichet an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig sowie an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.

Emil Rovner wurde in Gorki, Russland, geboren. Bereits als Zehnjähriger debütierte er als Solist mit dem Sinfonieorchester Gorki. Seine Cellostudien führten ihn zu Ivan Monighetti nach Madrid und Basel und zu Boris Pergamenschikow an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Eine wichtige Rolle spielten die Begegnungen mit Mstislav Rostropovich von dem er auch Unterricht bekam.Daneben studierte er Gesang an der Basler Schola Cantorum bei Ulrich Messthaler und nahm Dirigierunterricht bei Margarita Samorukova.
Enge künstlerische Zusammenarbeit verbindet Emil Rovner mit bedeutenden zeitgenössischen Komponisten wie Sofia Gubaidulina, Valentin Silvestrov, Heinz Holliger, Per Norgard, Tigran Mansurian, Frangis Ali-Zadeh, Bernd Franke, Elena Firsova uvm.
Emil Rovner gewann zahlreiche Preise an internationalen Cello-Wettbewerben, darunter den 1. Preis und zwei Sonderpreise beim Johann Sebastian Bach Wettbewerb in Leipzig welcher den Beginn seiner internationalen Konzerttätigkeit markierte. Auf Empfehlung von Vladimir Ashkenazy debütierte Emil Rovner als Solist mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Gary Bertini. Seitdem gastiert er regelmässig als Solist bei bedeutenden Orchestern wie den St. Petersburger Philharmonikern, der Tschechischen Kammerphilharmonie, dem Berliner Sinfonie-Orchester, der Camerata Bern, dem Moskauer Sinfonieorchester, dem Sinfonieorchester Basel, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Kammerorchester Basel, dem Münchener Kammerorchester sowie bei renommierten Chören wie dem Dresdner Kreuzchor und dem Dresdner Kammerchor unter H.C. Rademann.
Emil Rovner ist ein passionierter Kammermusiker und musiziert unter anderem mit Künstlern wie Pavel Gililov, Itamar Golan, Martin Helmchen, Alla Ivanzhina, Patrick Gallois, Michel Lethiec, Ana Chumachenko und Sol Gabetta.
Seine 2010 erschienene Debüt CD mit Werken von Mieczyslaw Weinberg (Weltersteinspielung) wurde von der Zeitschrift FonoForum mit fünf Sternen ausgezeichnet und für den Echo Classic Preis nominiert.
Seit Oktober 2007 ist Emil Rovner Professor an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Viele seiner Studenten gewannen Preise bei internationalen Cello Wettbewerben und Stellen in grossen deutschen Orchestern. Er wirkt des öfteren als Juror bei renommierten internationalen Cello Wettbewerben wie beispielsweise dem Prager Frühling Wettbewerb 2018 und dem Janacek Wettbewerb 2018. Ausserdem erteilt er regelmässig Meisterkurse in ganz Europa und in Asien.
Emil Rovner spielt ein Cello des Geigenbaumeisters Yair Hod Fainas (Paris 2012) sowie ein Cello von Thorsten Theis (2014).

Annette Unger wurde 1992 als eine der jüngsten Professorinnen für Violine an die Dresdner Musikhochschule berufen, wo sie bereits bei KV Prof. Karl Unger studierte. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie von Eduard Melkus (Violine) und Semjon Skigin (Kammermusik).
Als Solistin konzertiert sie regelmäßig in Deutschland, Russland, Österreich, Frankreich, Norwegen, Tschechien, Polen, Italien, Spanien, Korea, der Schweiz und in Japan, u. a. mit der Staatskapelle St. Petersburg und den Dresdner Kapellsolisten.Konzertverpflichtungen führten sie an das Bolschoi-Theater Moskau, die Kapella St. Petersburg, in die Ishikawa Ongakudo Concert Hall Kanazawa, zur „Gesellschaft für Musiktheater“ in Wien, in das Auditorio Nacional de Musica Madrid, das Rudolfinum Prag, die Philharmonie St. Petersburg, das Seoul Arts Center, die Suntory Hall Tokyo sowie zu verschiedenen internationalen Musikfestivals.
Ihre CD-Einspielungen mit Sonaten und Kammermusikwerken vom Barock bis zur Musik des 20. Jahrhunderts bei GENUIN erhielten hohe Presseresonanz.Zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses gründete sie 1999 die „Internationale Musikakademie Meißen e. V.“ mit dem „Szymon-Goldberg-Award für Junge Geiger“.
Des Weiteren leitet sie Meisterkurse in Deutschland, Tschechien, der Schweiz, Norwegen, Italien und den USA und ist Jurymitglied internationaler Wettbewerbe.
Annette Unger spielt eine Violine von Cornelius Schneider-Marfels, Erlangen 2008.
Reum Yeo wurde in Südkorea geboren und erhielt ihren Bachelor-Abschluss an der Seoul National University.
Anschließend absolvierte sie ihr Masterstudium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden bei Prof. Annette Unger und befindet sich derzeit im Meisterexamen bei derselben Professorin.
Sie gewann den ersten Preis beim Texas University Music Competition sowie beim Seoul Chamber Orchestra Concours (Kammermusik-Abteilung). Darüber hinaus erhielt sie den ersten Preis beim internen Ensemblewettbewerb der Hochschule Dresden, beim Internationalen Königin Sophie Charlotte Wettbewerb für Violine (inklusive der Schloss Mirow Medaille für die beste Interpretation eines klassischen Werkes) sowie beim Szymon Goldberg Internationalen Wettbewerb.
Als Konzertmeisterin und Solistin war sie aktiv und trat mit dem Seoul National University Philharmonischen Orchester, dem Hochschul-Orchester Dresden, beim Konzert der Moscow Spivakov Foundation, dem Busan Chamber Music Festival, dem Chungnam Philharmonic Orchestra sowie bei verschiedenen Galakonzerten auf.
Außerdem trat sie als Solistin mit dem Szolnok Symphony Orchestra auf. Darüber hinaus konzertierte sie mit der Sinfonietta Dresden, mit der sie Beethovens Romanze spielte, und führte mit demselben Orchester auch Beethovens Violinkonzert auf.
Seit 2025 ist sie Stipendiatin der Kurt Masur Akademie der Dresdner Philharmonie.

Tatjana Zenzipér wurde in St. Petersburg geboren und studierte am dortigen Mussorgsky- Konservatorium bei Tatjana Osipowa und am berühmten Rimski-Korsakov-Konservatorium bei Prof. Umanskaja Klavier und bei Prof. Schafran und Prof. Serova Kammermusik und Liedbegleitung.
Gleich nach dem Studium, das sie mit Auszeichnungen absolvierte, begann ihre Konzerttätigkeit als Solistin und Kammermusikerin. Parallel dazu begann auch ihre Lehrtätigkeit am Mussorgsky-Konservatorium. Seit 1990 lebt Tatjana Zenzipér in Deutschland.
Sie ist Gast bei verschiedenen Musikfestivals und spielte u.a. im Gewandhaus Leipzig, der Semperoper Dresden und dem Schauspielhaus Berlin. Tatjana Zenzipér tritt mit namhaften internationalen Solisten in Deutschland und im Ausland auf. 1991 gewann sie zusammen mit dem Cellisten Michael Sanderling den ARD-Wettbewerb in München.
Zurzeit arbeitet sie als Dozentin am Heinrich-Schütz-Konservatorium in Dresden. Regelmäßig tritt sie zudem mit ihrem Mann, dem Pianisten Prof. Arkadi Zenzipér, mit Werken für 2 Klaviere und 4 Hände weltweit auf, darunter in Konzertsälen in Deutschland, Italien, Russland, Argentinien und Korea.

Arkadi Zenzipér, in St. Petersburg geboren, absolvierte sein Klavierstudium und seine darauffolgende Aspirantur bei Nathan Perelman, Grigori Sokolow und Tamara Fiedler am Rimski-Korsakov-Konservatorium mit den höchsten Auszeichnungen. Der Fall der Mauer und der innerdeutschen Grenze war für Arkadi Zenzipér auch ein persönlicher Glücksfall: Als Solist wurde er nunmehr zu Konzerten im In- und Ausland eingeladen. Unter anderem trat er mit der Staatskapelle Dresden, dem Berliner Sinfonie-Orchester, der Staatskapelle St. Petersburg, de r Slowakischen Philharmonie, der Krakauer Philharmonie und mit renommierten Kammermusikpartnern, unter anderem dem Trio Ex Aequo, und Orchestern weltweit auf.
Arkadi Zenzipér ist als Professor für Klavier an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden tätig und ist Künstlerischer Leiter des von ihm gegründeten Musikfestivals „Schubertiaden Schnackenburg“. Außerdem ist er Jurymitglied verschiedener internationaler Wettbewerbe. Arkadi Zenzipér setzt sich für die russisch-deutsche Kulturverständigung ein und initiierte gemeinsam mit Andreas Graf von Bernstorff die Gründung der Gartow Stiftung zur Förderung des musikalischen Nachwuchses in St. Petersburg.
Arkadi Zenzipérs Diskographie umfasst Aufnahmen von Glinka, Prokofjew, Rachmaninov, Mendelssohn Bartholdy, Mozart, Chopin und Schumann. CDs erschienen bei den Labels Capriccio, Berlin Classics und Classical Records. Zuletzt ist die CD „Schicksalsklänge“ mit Werken für zwei Flügel von Rachmaninov und Theodorakis gemeinsam mit seiner Ehefrau, Tatjana Zenzipér, bei GENUIN erschienen.
Mehrere seiner Schüler sind Preisträger internationaler Wettbewerbe und regelmäßige Konzertreisen und Meisterkurse führen ihn u.a. nach Russland, in die USA, Polen, Argentinien, Italien, Malta, die Schweiz, Spanien, Tschechien, Israel, Japan und Süd-Korea.
Seit 2017 hat Professor Arkadi Zenzipér ein Lehr-Deputat an der Musikakademie Brescia, Italien inne.
Orsolya Zrínyi ist Geigerin, Bratschistin, Kammermusikerin und Hochschullehrerin. 2003 schloss sie ihr Studium an der Franz Liszt Musikakademie in Budapest mit einem Diplom in den Fächern Violine und Instrumentalpädagogik ab. Später erweiterte sie ihr künstlerisches Tätigkeitsfeld um die Viola und erwarb 2015 an der Universität Pécs einen Masterabschluss im Fach Viola.
Im Laufe ihrer Karriere war sie sowohl als Orchestermusikerin als auch als Kammermusikerin tätig. Sie wirkte als Geigerin und Stimmführerin in mehreren renommierten ungarischen Kammerorchestern, darunter im Erdődy Kammerorchester und im Mendelssohn Kammerorchester. Als Solistin und Kammermusikerin konzertierte sie in großem Umfang in Ungarn und im Ausland. Dabei arbeitete sie mit bedeutenden Musikerinnen und Musikern zusammen und trat bei wichtigen Konzertveranstaltungen sowie internationalen Festivals auf.
Die Vermittlung musikalischer Inhalte war stets ein zentraler Bestandteil ihrer beruflichen Arbeit. Nach ihrer Lehrtätigkeit an der Dohnányi Ernő Musikschule wechselte sie an die Musikfakultät der Universität Pécs. Dort unterrichtet sie derzeit Viola, Kammermusik und Instrumentalpädagogik. Darüber hinaus engagiert sie sich aktiv für die Ausbildung der nächsten Generation von Bratschistinnen und Bratschisten.
2022 erwarb sie den akademischen Grad Doctor of Liberal Arts, DLA. Im Mittelpunkt ihrer Dissertation stand das künstlerische und pädagogische Vermächtnis des renommierten Geigers und Pädagogen Leopold Auer. Dabei untersuchte sie dessen anhaltende Bedeutung für die instrumentale Interpretation und die musikalische Ausbildung.
Ihre künstlerische und pädagogische Entwicklung wurde außerdem durch internationale Meisterkurse bei renommierten Lehrenden und Interpretinnen und Interpreten geprägt, darunter Edward Zienkowski, Dénes Zsigmondy, Péter Csaba, Nobuko Imai und Kató Havas.