Künstler

Jedes Jahr lädt der Künstlerische Leiter der Schubertiaden, Prof. Arkadi Zenzipér,  Künstler aus aller Welt nach Schnackenburg ein. Im Vordergrund steht das gemeinsame Musizieren, keine kommerziellen Zwecke. So spielen die Musikerinnen und Musiker ohne Honorar bei der spendenbasierten Veranstaltungsreihe – eine außergewöhnliche und singuläre Konzeption, die sich seit 27 Jahren bewährt und die Schubertiaden Schnackenburg als Geheimtipp etablierte. Die Biografien der Künstler 2019 sind im Folgenden zu sehen.


Minkyung Choi - Viola

Minkyung Choi, 1995 in Korea geboren, begann mit zehn Jahren Viola bei Jinsil Lee in Seoul zu lernen. Als Solo-Bratschistin des „Seoul Suseo Youth Orchestra“ von 2006-2009, sammelte sie erste Orchestererfahrung.

Von 2011 bis 2014 hat Minkyung Choi die „Seoul Arts High School“ besucht und bei Seoungyong Choi Unterricht erhalten. Von 2015 bis 2019 absolvierte sie an der Seoul National University, in der Klasse von Yoonji Kang und Prof. Eunsik Choi, ihr Bachelor-Studium im Fach Viola. Während ihres Studiums war sie regelmäßig Tutti-Spielerin, z.B. von 2015 bis 2018 beim„Just Vivace Festival“ und von 2016 bis 2019 hat sie im „Orchestra Ensemble Seoul“ als Solo-Tutti-Spielerin.

Minkyung Choi interessiert sich besonders für das Streichquartett. Sie spielt seit 2011 als Mitglied in verschiedenen Streichquartetten wie z.B. Mcmc, Lucir, Latt, Rein, Edith Quartett. Außerdem erhält sie Unterricht im Fach Kammermusik-Streichquartett. Vor allem von Samuel Seungwon Lee, EunsikChoi und Vladimír Bukač hat sie viel lernen können.

Als Solo und Kammermusikerin, gewann sie Preise bei zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben, z.B. beim Ensemblewettbewerb der Hochschule für Musik Dresden bekam sie im Bereich Klavierquintett den „Eco“-Musikförderpreis der BASF Schwarzheide, beim „Hong Kong International Musik Festival Competition“ gewann sie First runner up im Streichquartett. Als Solo-Bratschistin erhielt sie beim „Korea Chamber Orchestra the 14th National Competition“ den ersten Preis. Genauso gewann sie den ersten Preis im Streichquartett beim „The Journal of Musik Ensemble Competition“. Im „Seoul Youth Ensemble Competition“ gewann sie jeweils im Streichquartett und Klavierquintett den zweiten Preis.

Sie erhielt Meisterkurse von Prof. Hariolf Schlichtig, Prof. Wilfried Strehle, Prof. Felix Schwartz, Sara Kim und Choongjin Jang. Zudem besuchte sie Meisterkurse für Kammermusik von Daniel Hope, Prof. Annette Unger, Prof. Natalia Prischepenko, Prof. Ivan Jenaty und Prof. Igor Malinovsky.

Seit August 2019 studiert sie im Master-Studium an der Hochschule für Musik Dresden Carl Maria von Weber bei Prof. Vladimír Bukač. Sie wird es vorraussichtlich im Januar 2021 abschließen.

 


Ilya Konovalov - Violine

Ilya Konovalov wurde 1977 in Novosibirsk geboren. Mit 7 Jahren begann er bei Prof. Zakhar Bron sein Violinstudium, später nahm er Unterricht bei Alexey Gvozdey und bei Prof. Dora Schwarzberg an der Wiener Musikakademie. Er gewann den 1. Preis beim Internationalen Wienjawinski-Wettbewerb. Seitdem tritt Ilya Konovalov als Solist und Kammermusiker in Russland, Norwegen, Indonesien, Brasilien, Japan, Deutschland und den Niederlanden auf und spielte mit Orchestern wie den ¨Moscow Virtuosi¨, dem Züricher Kammerorchester, der Israel Philharmonic, der Staatskapelle Sankt Petersburg, der Moskauer Staatssinfonie und dem Amerikanisch-Russischen Sinfonieorchester.
Seit 1997 ist Ilya Konovalov Konzertmeister der Israel Philharmonic. Außerdem unterrichtet er seit 2006 Violine und Kammermusik an der Buchmann – Mehta Musikschule der Universität Tel Aviv.

 


Kirill Mihanovsky - Cello

Der Cellist Kirill Mihanovsky, Sohn einer Musikerfamilie, wurde 1973 in Leningrad (heute St. Petersburg) geboren. Er studierte am Rimsky-Korsakov Konservatorium. Nach dem Umzug seiner Familie im Jahr 1990 nach Israel absolvierte er seinen Bachelorstudium an der Tel Aviv University, Academy of Music. Er beendete sein Studium an der Jerusalem Academy of Music and Dance und Hebrew University of Jerusalem mit Diplom- und Mastertitel.

Mihanovsky nahm an zahlreichen Meisterkursen mit prominenten Cellisten teil sowie an internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Israel Festival und dem Nimes Festival in Frankreich.

Schon mit 14 Jahren trat er als Solist des St. Petersburg Philharmonic Orchestra unter Maestro Evgeny Mravinsky in Erscheinung. Auch in der Presse bekam er früh Aufmerksamkeit als Cellist von Symphonie- und Kammerorchestern in Israel.

Er war Stipendiat der angesehenen American-Israel Cultural Foundation und Gewinner des nationalen Wettbewerbs in Netanya, Israel. Zudem nahm er an weiteren internationalen Wettbewerben teil, wie dem Vercelli Wettbewerb in Italien und dem internationalen Tansman Wettbewerb in Polen, bei welchen er jeweils unter die Finallist*innen kam.

Unter der Leitung von Maestro J.M. Handler trat er 2003 dem „Soloists Europeans“ Orchester als führender Gast-Cellist bei. Als Cellist der „Soloists European“ bespielte er auch das prestigeträchtige Echternach Festival. Des Weiteren wurde er zum Gastlehrer an der European Music Academy in Schengen (Niederlande) ernannt.

Seit 2002 ist Mihanovsky Mitglied des Israelischen Philharmonie Orchesters, welches von Maestro Zubin Mehta geleitet wird.

 


Annette Unger - Violine


Annette Unger wurde 1992 als eine der jüngsten Professorinnen für Violine an die Dresdner Musikhochschule berufen, wo sie bereits bei KV Prof. Karl Unger studierte. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie von Eduard Melkus (Violine) und Semjon Skigin (Kammermusik).

Als Solistin konzertiert sie regelmäßig in Deutschland, Russland, Österreich, Frankreich, Norwegen, Tschechien, Polen, Italien, Spanien, Korea, der Schweiz und in Japan, u. a. mit der Staatskapelle St. Petersburg und den Dresdner Kapellsolisten. Konzertverpflichtungen führten sie an das Bolschoi-Theater Moskau, die Kapella St. Petersburg, in die Ishikawa Ongakudo Concert Hall Kanazawa, zur „Gesellschaft für Musiktheater“ in Wien, in das Auditorio Nacional de Musica Madrid, das Rudolfinum Prag, die Philharmonie St. Petersburg, das Seoul Arts Center, die Suntory Hall Tokyo sowie zu verschiedenen internationalen Musikfestivals.

Ihre CD-Einspielungen mit Sonaten und Kammermusikwerken vom Barock bis zur Musik des 20. Jahrhunderts bei GENUIN erhielten hohe Presseresonanz. Zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses gründete sie 1999 die „Internationale Musikakademie Meißen e. V.“ mit dem „Szymon-Goldberg-Award für Junge Geiger“.
Des Weiteren leitet sie Meisterkurse in Deutschland, Tschechien, der Schweiz, Norwegen, Italien und den USA und ist Jurymitglied internationaler Wettbewerbe.
Annette Unger spielt eine Violine von Cornelius Schneider-Marfels, Erlangen 2008.

www.annette-unger.de

 


Tatjana Zenzipér - Klavier

Tatjana Zenzipér wurde in St. Petersburg geboren und studierte am dortigen Mussorgsky- Konservatorium bei Tatjana Osipowa und am berühmten Rimski-Korsakov-Konservatorium bei Prof. Umanskaja Klavier und bei Prof. Schafran und Prof. Serova Kammermusik und Liedbegleitung. Gleich nach dem Studium, das sie mit Auszeichnungen absolvierte, begann ihre Konzerttätigkeit als Solistin und Kammermusikerin. Parallel dazu begann auch ihre Lehrtätigkeit am Mussorgsky-Konservatorium. Seit 1990 lebt Tatjana Zenzipér in Deutschland. Sie ist Gast bei verschiedenen Musikfestivals und spielte u.a. im Gewandhaus Leipzig, der Semperoper Dresden und dem Schauspielhaus Berlin. Tatjana Zenzipér tritt mit namhaften internationalen Solisten in Deutschland und im Ausland auf. 1991 gewann sie zusammen mit dem Cellisten Michael Sanderling den ARD-Wettbewerb in München. Zurzeit arbeitet sie als Dozentin am Heinrich-Schütz-Konservatorium in Dresden. Regelmäßig tritt sie zudem mit ihrem Mann, dem Pianisten Prof. Arkadi Zenzipér, mit Werken für 2 Klaviere und 4 Hände weltweit auf, darunter in Konzertsälen in Deutschland, Italien, Russland, Argentinien und Korea.


Arkadi Zenzipér - Klavier

Arkadi Zenzipér, in St. Petersburg geboren, absolvierte sein Klavierstudium und seine darauffolgende Aspirantur bei Nathan Perelman, Grigori Sokolow und Tamara Fiedler am Rimski-Korsakov-Konservatorium mit den höchsten Auszeichnungen. Der Fall der Mauer und der innerdeutschen Grenze war für Arkadi Zenzipér auch ein persönlicher Glücksfall: Als Solist wurde er nunmehr zu Konzerten im In- und Ausland eingeladen. Unter anderem trat er mit der Staatskapelle Dresden, dem Berliner Sinfonie-Orchester, der Staatskapelle St. Petersburg, der Slowakischen Philharmonie, der Krakauer Philharmonie und mit renommierten Kammermusikpartnern, unter anderem dem Trio Ex Aequo, und Orchestern weltweit auf.

Arkadi Zenzipér ist als Professor für Klavier an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden tätig und ist Künstlerischer Leiter des von ihm gegründeten Musikfestivals „Schubertiaden Schnackenburg“. Außerdem ist er Jurymitglied verschiedener internationaler Wettbewerbe. Arkadi Zenzipér setzt sich für die russisch-deutsche Kulturverständigung ein und initiierte gemeinsam mit Andreas Graf von Bernstorff die Gründung der Gartow Stiftung zur Förderung des musikalischen Nachwuchses in St. Petersburg.

Arkadi Zenzipérs Diskographie umfasst Aufnahmen von Glinka, Prokofjew, Rachmaninov, Mendelssohn Bartholdy, Mozart, Chopin und Schumann. CDs erschienen bei den Labels Capriccio, Berlin Classics und Classical Records. Zuletzt ist die CD „Schicksalsklänge“ mit Werken für zwei Flügel von Rachmaninov und Theodorakis gemeinsam mit seiner Ehefrau, Tatjana Zenzipér, bei GENUIN erschienen.

Mehrere seiner Schüler sind Preisträger internationaler Wettbewerbe und regelmäßige Konzertreisen und Meisterkurse führen ihn u.a. nach Russland, in die USA, Polen, Argentinien, Italien, Malta, die Schweiz, Spanien, Tschechien, Israel, Japan und Süd-Korea.
Seit 2017 hat Professor Arkadi Zenzipér ein Lehr-Deputat an der Musikakademie Brescia, Italien inne.