Künstler

Jedes Jahr lädt der Künstlerische Leiter der Schubertiaden, Prof. Arkadi Zenzipér,  Künstler aus aller Welt nach Schnackenburg ein. Im Vordergrund steht das gemeinsame Musizieren, keine kommerziellen Zwecke. So spielen die Musiker ohne Honorar bei der spendenbasierten Veranstaltungsreihe – eine außergewöhnliche und singuläre Konzeption, die sich seit 26 Jahren bewährt und die Schubertiaden Schnackenburg als Geheimtipp etablierte. Die Biografien der Künstler 2019 sind im Folgenden zu sehen.

  • Vladimír Bukač - Viola
  • Leonid Gorokhov - Violoncello
  • Ilya Konovalov - Violine
  • Sào Soulez Larivière - Viola
  • Natalia Margulis- Violoncello
  • Vadim Pavlov - Violoncello
  • Nuri El Ruheibany - Komponist/Pianist
  • Kateryna Titova - Klavier
  • Annette Unger - Violine
  • Edgar Wiersocki - Klavier
  • Tatjana Zenzipér - Klavier
  • Arkadi Zenzipér - Klavier

Vladimír Bukač (*1964) gehört heute zu den gefragtesten tschechischen Bratschisten. Er studierte an der Akademie der musischen Künste in Prag und an der Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau. Bereits während seines Studiums machte er sich durch die Teilnahme an verschiedenen internationalen Wettbewerben einen Namen.In den Jahren 1990 – 1993 war er Solo-Bratschist im Orchestra Ensemble Kanazawa, mit dem er mehrere CDs für die Deutsche Grammophon aufnahm.

Außer seiner Tätigkeit im berühmten Streichquartett TALICH QUARTETTgibt Vladimir Bukač Solokonzerte mit Klavier, tritt sowohl als Solist mit Orchester oder mit anderen Kammerensembles auf. Regelmäßig wird er als Kammermusiker zu europäischen und internationalen Festivals eingeladen, wie z.B. nach Helsinki, Sardegna, Prades aber auch nach Japan, Israel und in die USA. Ein besonders großer Erfolg war sein Konzertauftritt für das BBC International Recital, der live in 60 Länder übertragen wurde.

Seit Oktober 2002 ist Vladimir Bukac als Professor für Bratsche an der Hochschule für Musik„Carl Maria von Weber“ in Dresden tätig außerdem leitet er regelmäßig internationale Meisterkurse (z.B. Royal Northern College of Music, Pablo Casals Festival…). Er ist auch als Jury-Mitglied bei internationalen Wettbewerben (Lionel Tertis, ARD…) hoch geschätzt.

Vladimir Bukac spielt eine italienische Bratsche, von Santini Lavazza (1720) und G. P. Gudagnini (1775) zwei, der herausragenden Geigenbauern ihrer Zeit.

Der 1967 geborene Cellist Leonid Gorokhov studierte bei Anatoli Nikitin am Konservatorium St. Petersburg und gewann bereits 15-jährig den internationalen Wettbewerb „Concertino Praha“. Es folgten große internationale Erfolge, wie etwa 1986 der 1. Preis beim „Geneva Concours International d’Exécution Musicale“, der „Grand Prix Patek Philippe“ oder der „Paul Strait Prize“. 1991 trat Gorokhov unter der Leitung von Yehudi Menuhin erfolgreich als Solist der St. Petersburger Philharmonie auf und konzertiert seitdem mit führenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem englischen Sinfonieorchester, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Sinfonia Varsovia, dem Enescu Philharmonieorchester oder dem Philharmonie Orchester in Großbritannien. Leonid Gorokhov war Professor am “Royal College of Music” in London und hat 2008 den Ruf einer Professur an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover angenommen. Darüber hinaus gibt er zahlreiche Meisterkurse, u.a. bei der internationalen Sommerakademie für junge Künstler in Marktoberdorf und bei der „Euro Music Festival & Academy“ in Halle.

Ilya Konovalov wurde 1977 in Novosibirsk geboren. Mit 7 Jahren begann er bei Prof. Zakhar Bron sein Violinstudium, später nahm er Unterricht bei Alexey Gvozdey und bei Prof. Dora Schwarzberg an der Wiener Musikakademie. Er gewann den 1. Preis beim Internationalen Wienjawinski-Wettbewerb. Seitdem tritt Ilya Konovalov als Solist und Kammermusiker in Russland, Norwegen, Indonesien, Brasilien, Japan, Deutschland und den Niederlanden auf und spielte mit Orchestern wie den ¨Moscow Virtuosi¨, dem Züricher Kammerorchester, der Israel Philharmonic, der Staatskapelle Sankt Petersburg, der Moskauer Staatssinfonie und dem Amerikanisch-Russischen Sinfonieorchester. Seit 1997 ist Ilya Konovalov Konzertmeister der Israel Philharmonic. Außerdem unterrichtet er seit 2006 Violine und Kammermusik an der Buchmann – Mehta Musikschule der Universität Tel Aviv.

Der niederländisch-französische Bratschist Sào Soulez Larivière wurde 1998 in Frankreich geboren. Er studierte ursprünglich Geige bei Natasha Boyarsky an der Yehudi Menuhin School, bis er 2016 zur Bratsche wechselte.

Er nahm an Meisterkursen u.a bei Tabea Zimmermann, Jean Sulem, Alexander Zemtsov, Nobuko Imai und Gerard Caussé teil. Darüber hinaus besuchte er Festivalakademien des Schleswig-Holstein Musik Festivals, des Menuhin Festivals Gstaad, des Kronberg Academy Festivals und des Verbier Festival Academy.

Sào gewann bereits einige Preise bei internationalen Wettbewerben. Dazu zählt der erste Preis des North London Music Festivals (2016), der dritte Preis des Internationalen Johannes Brahms Wettbewerbs (2017), und der dritte Preis der Cecil Aronowitz International Viola Wettbewerbs (2017). Als leidenschaftlicher Orchester- und Kammermusiker hat er bereits verschiedene Konzerte in Großbritannien und Kontinentaleuropa gegeben, darunter Auftritte im Rahmen des Akoestikum Talent Programme Festivals, Musethica Deutschland, und Kronberg ‘Chamber Music Connects the Worldʼ. Außerdem überträgt er gerne Musik für Bratsche und Geige und spielt oft mit seiner Schwester, Geigerin Cosima Soulez Larivière.

Derzeit studiert Sào an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin bei Tabea Zimmermann.

Als Solistin und Kammermusikerin ist die Cellistin Natalia Margulis in Europa, den USA und Asien tätig. Konzerte führten Sie in das Auditorio Nacional de Madrid, die Megaron Hall in Thessaloniki, das Walton Arts Center in Arkansas, die Schoenberg Hall in Los Angeles, den Palais des Beaux-Arts und viele andere Konzertsäle. Sie musiziert unter andeem mit Martha Argerich, Ivry Gitlis, Gabriela Montero, Dora Schwarzberg, und Misha Maisky. Als Solistin trat sie mit dem griechischen Nationalorchester, dem Sinfonieorchester North Arkansas und dem Jugendorchester Köln auf. Gemeinsam mit dem schwedischen Ensemble Camerata Nordica verbindet Natalia Margulis eine Zusammenarbeit mit Tournee und CD-Aufnahme. Das Beethoven Triplekonzert mit dem Margulis Trio wurde in den USA im Radio und TV übertragen. Regelmäßig sind Aufnahmen von Natalia Margulis im spanischen Radio zu hören.

Natalia Margulis ist Gast bei internationalen Festivals wie dem Santander Festival, der Verbier Akademie, dem Eilat Kammermusikfestival, Schloss Elmau Konzerte, dem SoNoRo Festival in Bucharest und dem Progetto Argerich in Lugano wo sie mit dem Margulis Trio einen Teil der CD “Argerich and friends” aufgenommen hat. Zudem gibt sie Meisterkurse beim internationalen Musikseminar in Vertiscos, Girechenland, und dem Encorre Musikprojekt in Wells, England.

Meisterkurse besuchte Natalia Marguils bei David Geringas, Boris Pergamentschikov und Natalia Gutman.

In Freiburg in eine russische Musikerfamilie hineingeboren, erhielt Natalia Margulis mit 5 Jahren ersten Klavierunterricht bei ihrer Mutter und begann mit 13 Jahren das Cellospiel. Sie studierte ab 1992 in St. Petersburg, später in Basel und in Kalifornien. 1996 wechselt sie zu Prof. Franks Helmerson an die Hochschule für Musik in Köln wo sie 2002 ihr Diplom mit Auszeichnung absolvierte. Am Escuela Superior Reina Sofia in Madrid schloss sie ihr Meisterklassen-Studium bei Prof. Natalia Shakhovskaya ab.

Seit 2007 ist sie Vorspielerin der Solocelli beim Teatro Real in Madrid.

©Vadim Pavlov

Geboren in St. Petersburg absolvierte Vadim Pavlov sein Studium bei Emanuel Fishman, den Lehrer bedeutender Cellisten wie Mischa Maisky, Boris Pergamenschikov und andere. Sein Diplom erhielt er in der Klasse von Sergej Roldugin und schloss anschließend seine Aspirantur am pädagogischen Institut „Gnessin“ in Moskau als Assistent von Maestro Valentin Berlinkski ab. Als erster Cellist war Vadim Pavlov beim Kammerorchester Leningrad, dem Sinfonieorchester Siciliana in Palermo, dem Regionalorchester der Toscana in Florenz, der Philharmonie La Coruna (Spanien) und bei anderen Orchestern engagiert. Er ist Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe darunter des Prager Frühlings, dem internationalen Genfer Musikwettbewerb und dem Perugia Classico.

Derzeit ist Vadim Pavlov erster Cellist am Theater Massimo Bellini in Catania (Italien) und Professor an dem Musikkonservatorium „F. Cilea“ in Reggio Calabria (Italien). Regelmäßig führen in Meisterkurse nach Italien und in das Ausland. Aufnahmen erschienen bei den CD Labels Pentagramma, VideoRadio Classic und Hungaroton.

Außerdem ist Vadim Pavlov künstlerischer Leiter des internationalen Kammermusikfestivals „Le Belliniadi“ und wurde 2014 für seine außerordentlichen künstlerischen Verdienste mit dem Nationalpreis „Domenico Danzuso“ ausgezeichnet. Er spielt ein Violoncello von David Tecchler von 1700, welches ihm durch die Stiftung Pro Canale-ONLUS zur Verfügung gestellt wird.

Nuri El Ruheibany studierte Klavier und Komposition an der Hochschule für Musik in Leipzig und machte sein Diplom im Fach Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik Dresden. Als Dirigent leitete er u.a. die Hallesche Philharmonie, das Große Rundfunk-Sinfonieorchester und den Chor Berlin, das Staatstheater Freiberg, das Opernhaus Leipzig, das Staatliche Sinfonieorchester Reichenbach, die Staatskapelle St. Petersburg, die Kaliningrader Philharmonie und das Nationale Syrische Sinfonieorchester. Seine Kompositionen bilden nicht selten eine Brücke zwischen der arabischen und der europäischen Musik. So weht in seine Kompositionen ein Hauch orientalischer Stimmung mit vielen Träumen, Liebe und Sehnsucht. In seinen Arbeiten verzichtet er auf die atonalen Strömungen, versucht mit klarer Linie seine Musik wiederzugeben. So schuf er zahlreiche Werke für Klavier, Percussion, Kammermusik, Chor und Orchester. 1980 gründete er an der Musikschule Lüchow-Dannenberg das Percussion-Ensemble „Tamburo Temperamento“. Als Anerkennung für seine Verdienste als Komponist, Dirigent und Musikpädagoge erhielt er im Jahr 2001 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

©Uwe Arens

„Sie ist eine Revoluzzerin: technisch brillant, gegen den Strich gebürstet; kein Punk der Klassik, aber auch nicht ganz die feine Dame. Eine Künstlerin, die Geschichte mit den Händen erzählt“, schrieb der MDR anlässlich der Veröffentlichung der Debüt-CD Kateryna Titovas mit Werken von Rachmaninow (Sony Classical, 2009).

Die junge Pianistin, die aus der Ukraine stammt, wurde bei zwanzig internationalen Klavierwettbewerben mit einem ersten oder zweiten Preis ausgezeichnet, z.B. 2002 beim Alicia de Larrocha-Wettbewerb Andorra, 2004 beim Int. Russian Music Piano Competition im kalifornischen San José, 2005 beim Int. Rubinstein Piano Competition in Dresden sowie 2008 beim James Mottram Int. Piano Competition in Manchester und 2013 beim Int. Piano Competition „Spanish Composers“ in Madrid.

Kateryna Titova begann mit 5 Jahren, Klavier zu spielen. Sie besuchte in der Ukraine die Kharkov Special Music School, bevor sie ihr Studium an der Tschaikowsky Central Music School in Moskau aufnahm. Ab 2001 setzte sie es in Deutschland fort, zuerst an der Musikhochschule Münster bei Prof. Michael Keller, dann bei Prof. Arkadi Zenzipér an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Am Royal Northern College of Music in Manchester hat sie bei Norma Fisher das International Artist Diploma erworben und an der Imola Piano Academy in Italien bei Prof. Boris Petrushansky studiert. Großen Einfluss auf ihre künstlerische Ausbildung hatte Igor Blagodatov, ein Schüler Jacob Milsteins und einer der führenden Pianisten in der Tradition der russischen Klavierschule.

Als Solistin und Kammermusikerin trat Kateryna Titova in ganz Europa, Russland, der Ukraine und in den USA auf, mit Orchestern wie dem Netherlands Symphony Orchestra, dem Moscow Symphony Orchestra, dem Wiener Kammerorchester, der Philharmonie der Nationen oder den Prager Philharmonikern unter der Leitung von Maxim Vengerov. Konzerte brachten sie u.a. zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, zum Kissinger Sommer und zum Int. Music Festival im portugiesischen Viana do Castello, in die Semperoper Dresden und die Laeiszhalle Hamburg, ins Konzerthaus Wien, die Lesinsky Hall Zagreb und die Bridgewater Hall in Manchester. Beim Label GENUIN hat sie eine Kammermusik-CD mit dem Oboisten Ramon Ortega Quéro eingespielt. Kateryna Titova war Stipendiatin der Vladimir Spivakov Stiftung Moskau, der Oskar und Vera Ritter Stiftung, der Lutz-E. Adolf Stiftung und der GWK in Münster, deren Förderpreis sie 2002 erhielt, sie wurde zudem von Rotary International gefördert und 2016/17 von der Funk Stiftung unterstützt.

Kateryna Titova ist in der Reihe “Wandlungen” als besondere und herausragende ehemalige Studierende aus der Meisterklasse des künstlerischen Leiters Prof. Arkadi Zenzipér zu hören. 

Annette Unger wurde 1992 als eine der jüngsten Professorinnen für Violine an die Dresdner Musikhochschule berufen, wo sie bereits bei KV Prof. Karl Unger studierte. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie von Eduard Melkus (Violine) und Semjon Skigin (Kammermusik).

Als Solistin konzertiert sie regelmäßig in Deutschland, Russland, Österreich, Frankreich, Norwegen, Tschechien, Polen, Italien, Spanien, Korea, der Schweiz und in Japan, u. a. mit der Staatskapelle St. Petersburg und den Dresdner Kapellsolisten. Konzertverpflichtungen führten sie an das Bolschoi-Theater Moskau, die Kapella St. Petersburg, in die Ishikawa Ongakudo Concert Hall Kanazawa, zur „Gesellschaft für Musiktheater“ in Wien, in das Auditorio Nacional de Musica Madrid, das Rudolfinum Prag, die Philharmonie St. Petersburg, das Seoul Arts Center, die Suntory Hall Tokyo sowie zu verschiedenen internationalen Musikfestivals.

Ihre CD-Einspielungen mit Sonaten und Kammermusikwerken vom Barock bis zur Musik des 20. Jahrhunderts bei GENUIN erhielten hohe Presseresonanz. Zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses gründete sie 1999 die „Internationale Musikakademie Meißen e. V.“ mit dem „Szymon-Goldberg-Award für Junge Geiger“. Des Weiteren leitet sie Meisterkurse in Deutschland, Tschechien, der Schweiz, Norwegen, Italien und den USA und ist Jurymitglied internationaler Wettbewerbe. Annette Unger spielt eine Violine von Cornelius Schneider-Marfels, Erlangen 2008.

www.annette-unger.de

Geboren in Weißrussland, begann Edgar Wiersocki bereits im Kindesalter das Klavierspielen. Er studierte mit Auszeichnung Musik an der Universität in Minsk. Weitere Stationen seiner Ausbildung waren die Universitäten von Danzig und Warschau, sowie Hannover. Er kann bereits auf zahlreiche Erfolge und Auszeichnungen zurückblicken. So gewann er Preise bei internationalen Wettbewerben in New York, Polen, Frankreich, Norwegen und Tschechien, spielte bei Awards der russischen Akademie in Washington, beim internationalen Kammermusik-Grand Prix in Litauen, erhielt Stipendien für den Sara Lahat Award in Israel und der Jütting-Stiftung in Deutschland.

Edgar Wiersocki spielt gemeinsam mit seiner Frau Kateryna Titova in der Reihe “Wandlungen”.

Tatjana Zenzipér wurde in St. Petersburg geboren und studierte am dortigen Mussorgsky- Konservatorium bei Tatjana Osipowa und am berühmten Rimski-Korsakov-Konservatorium bei Prof. Umanskaja Klavier und bei Prof. Schafran und Prof. Serova Kammermusik und Liedbegleitung. Gleich nach dem Studium, das sie mit Auszeichnungen absolvierte, begann ihre Konzerttätigkeit als Solistin und Kammermusikerin. Parallel dazu begann auch ihre Lehrtätigkeit am Mussorgsky-Konservatorium. Seit 1990 lebt Tatjana Zenzipér in Deutschland. Sie ist Gast bei verschiedenen Musikfestivals und spielte u.a. im Gewandhaus Leipzig, der Semperoper Dresden und dem Schauspielhaus Berlin. Tatjana Zenzipér tritt mit namhaften internationalen Solisten in Deutschland und im Ausland auf. 1991 gewann sie zusammen mit dem Cellisten Michael Sanderling den ARD-Wettbewerb in München. Zurzeit arbeitet sie als Dozentin am Heinrich-Schütz-Konservatorium in Dresden. Regelmäßig tritt sie zudem mit ihrem Mann, dem Pianisten Prof. Arkadi Zenzipér, mit Werken für 2 Klaviere und 4 Hände weltweit auf, darunter in Konzertsälen in Deutschland, Italien, Russland, Argentinien und Korea.

Arkadi Zenzipér,Arkadi Zenzipér, in St. Petersburg geboren, absolvierte sein Klavierstudium und seine darauffolgende Aspirantur bei Nathan Perelman, Grigori Sokolow und Tamara Fiedler am Rimski-Korsakov-Konservatorium mit den höchsten Auszeichnungen. Der Fall der Mauer und der innerdeutschen Grenze war für Arkadi Zenzipér auch ein persönlicher Glücksfall: Als Solist wurde er nunmehr zu Konzerten im In- und Ausland eingeladen. Unter anderem trat er mit der Staatskapelle Dresden, dem Berliner Sinfonie-Orchester, der Staatskapelle St. Petersburg, der Slowakischen Philharmonie, der Krakauer Philharmonie und mit renommierten Kammermusikpartnern, unter anderem dem Trio Ex Aequo, und Orchestern weltweit auf.

Arkadi Zenzipér ist als Professor und Dekan für Klavier an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden tätig und ist Künstlerischer Leiter des von ihm gegründeten Musikfestivals „Schubertiaden Schnackenburg“. Außerdem ist er Jurymitglied verschiedener internationaler Wettbewerbe. Arkadi Zenzipér setzt sich für die russisch-deutsche Kulturverständigung ein und initiierte gemeinsam mit Andreas Graf von Bernstorff die Gründung der „Gartow Stiftung“ zur Förderung des musikalischen Nachwuchses in St. Petersburg.

Arkadi Zenzipérs Diskographie umfasst Aufnahmen von Glinka, Prokofjew, Rachmaninov, Mendelssohn Bartholdy, Mozart, Chopin und Schumann. CDs erschienen bei den Labels Capriccio, Berlin Classics und Classical Records. Mehrere seiner Schüler sind Preisträger internationaler Wettbewerbe und regelmäßige Konzertreisen und Meisterkurse führen ihn u.a. nach Russland, in die USA, Polen, Argentinien, Italien, Malta, die Schweiz, Spanien, Tschechien, Israel, Japan und Süd-Korea. Seit 2017 hat Professor Arkadi Zenzipér ein Lehr-Deputat an der Musikakademie Brescia, Italien inne.