Wie in jedem Jahr fanden auch diesmal am 2. September, einen Tag vor Beginn des Kammermusikfestivals in Schnackenburg, die Schulkonzerte der Schubertiaden in der Elbauenschule in Gartow statt. In zwei 45-minütigen Konzerten nahmen Anna Khoroshavina (Klavier), Kyrill Tkaschenko (Violine) und Fedor Grigoriev (Violoncello) die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 sowie 5 und 6 mit auf eine musikalische Entdeckungsreise.
Bei den jüngeren Kindern stand Camille Saint-Saëns’ „Karneval der Tiere“ im Mittelpunkt. Der Elefantenwalzer, die Schwalben am Himmel und der Schwan regten die Kinder dazu an, genau hinzuhören und ihre eigenen Vorstellungen von den musikalisch dargestellten Tieren zu entwickeln. Wie unterschiedlich Musik wirken kann, zeigte sich in den Antworten der Schülerinnen und Schüler: So bezeichnete ein Kind den Elefantenwalzer spontan als „elegante Musik“. Bei drei anschließenden Tänzen von Léo Delibes, Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms klatschten und klopften die Kinder begeistert den Dreivierteltakt mit.
Für die älteren Schülerinnen und Schüler stand die Programmmusik im Mittelpunkt. Bei einem Ausschnitt aus Edvard Griegs „Peer Gynt“, Suite Nr. 1, ging es um die unterschiedlichen Stimmungen, die Musik vermitteln kann. In Modest Mussorgskis „Bildern einer Ausstellung“ wiederum konnten die Jugendlichen erleben, wie Musik Bilder und Vorstellungen im eigenen Kopf entstehen lässt. Auch hier beteiligten sie sich aufmerksam und schilderten ihre ganz persönlichen Eindrücke und Assoziationen.
Die unmittelbare Begegnung mit Musik, die Musikvermittlung und die Förderung junger Menschen sind ein besonderes Anliegen der Schubertiaden. Die Offenheit und Begeisterung der Schülerinnen und Schüler zeigen, wie unmittelbar Musik wirken kann. Diesen Austausch möchten wir auch künftig mit viel Freude und ehrenamtlichem Engagement fortsetzen.
